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Lauter Fragen an der Bar mit den Degen-Zwillingen – Bar-Storys.ch

Lauter Fragen an der Bar an die Degen-Zwillingen

Die eineiigen Zwillinge David und Philipp Degen ergänzen sich perfekt.

Philipp und David Degen sind Profi-Fussballer und die bekanntesten eineiigen Zwillinge der Schweiz. Weniger bekannt ist, wie die beiden Brüder funktionieren. Ein absolut aufschlussreiches Protokoll unseres Bargesprächs über Business-Projekte, Dominanz, Mamas Schoss und ersten Sex.

 

Von Christian Nill (Text) und Mischa Scherrer (Fotos)

Das Gespräch mit den Degen-Zwillingen darf aufgrund anwaltlichen Druckes von Seiten David und Philipp Degen nicht veröffentlicht werden (siehe auch Gedanken eines Hampelmanns). Das gilt für ihre Antworten, nicht aber für unsere Fragen, die dürfen natürlich veröffentlicht werden. Deshalb publizieren wir sie hier – in Erinnerung an ein bemerkenswertes Bargespräch, das leider der Ängstlichkeit zweier gestandener Fussballprofis zum Opfer fiel.

Dienstagabend im Sommer 2012. David Degen erscheint als erster in der Bar des Restaurants Schmuklerski von Ex-Fussballprofi Thomas Bickel. Es ist 21 Uhr. Er ist am Handy. Kurz darauf das
Déjà-vu: Philipp Degen betritt die Bar, ebenfalls am Handy. Beide bestellen eine Cola.

Christian Nill: Weshalb treffen wir uns hier?

David Degen: …

 

Nill: Wir merken, Sie möchten Werbung machen. Also: Was ist Cresqo? Philipp, nutzen Sie den Steilpass von Ihrem Bruder und erklären Sie uns in drei Sätzen, was es damit auf sich hat.

Philipp Degen: …

David: (unterbricht Philipp) …

Philipp: …

David (zu Nill): … (lacht)

 

Nill: Aha. Also?

David: …

 

Nill: Cresqo-Punkte sind also eine Art Alternativwährung?

David: …

 

Wo ist der Haken?

Nill (zu Philipp): Weshalb soll jemand bei Cresqo mitmachen?

Philipp: …

 

Nill (zu Philipp Degen): Aber diese Cresqo-Punkte…

David: (unterbricht) …

 

Nill: Geben wir Philipp noch eine Chance.

Philipp: …

 

Nill: Das kann ja nicht funktionieren. Wo ist der Haken?

David: …

 

Nill: Das habe ich verstanden, aber…

David: (unterbricht) …

Philipps Handy spielt plötzlich einen lauten Club-Song. Er fragt David, ob er kurz rangehen kann. David verneint. Philipp nimmt dennoch ab und geht kurz raus.

 

Nill: Da hat man dann also 300 von diesen Cresqo-Punkten. Und dann, was macht man damit?

David: …

 

Nill: Moment nicht so schnell. Der Kunde bekommt für einen realen Betrag, den er für eine reale Dienstleistung bezahlt, diese virtuellen Punkte gutgeschrieben. Und mit diesen virtuellen Punkten kann er sich dann wieder reale Dinge kaufen wie eine Sonnenbrille?

David: …

 

Eine virtuelle Kunstwährung?

Nill: Was verdient denn dann der Sonnenbrillen-Hersteller? Eine virtuelle Kunstwährung?  Damit wird er kaum seine Löhne und Materialkosten bezahlen können…

David: …

 

Nill: Ach so, Sie kaufen zu einem tieferen Einkaufspreis und setzen Ihre Marge obendrauf.

David: …

 

Nill: Dieses Geschäftsmodell basiert also auf der Differenz der Margen der verschiedenen Anbieter.

David: …

Philipp ist inzwischen wieder zurück und sagt auch was.

Philipp: …

David: …

 

Nill: Das heist, Sie …

David: (unterbricht) …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Danke, die Werbepause ist nun vorbei. Eine letzte Frage dazu noch: Wie viel Geld haben Sie in dieses Business-Projekt gesteckt?

David: …

 

Nill: Eigentlich schade, nicht?

Philipp: …

David: …

Fotograf Scherrer lacht.

David: …

 

Fussballtrainer-Pausenansprache

Nill: Ich schlage vor, dass Philipp kurz das Wort hat.

Philipp: …

 

Nill: Klingt nach Fussballtrainer-Pausenansprache.

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Als Aktiengesellschaft müssen Sie diese Kennzahlen sowieso offenlegen.

David: …

Philipp: …

 

Nill: Dann können Sie sie auch gleich offen legen.

David: …

Philipp: … (lacht)

 

Nill: Danke für die Anteilnahme. (Kapitalisierung von Cresqo gemäss Moneyhouse.ch: 1’254’000 Franken)
Für die Aussenwahrnehmung spielt die Glaubwürdigkeit einer Firma auch eine grosse Rolle.

Beide Degens reden hektisch durcheinander:

Philipp: …

David: …

 

Nill: Moment. Wie ist denn die Firma aufgestellt?

David: …

Philipp: (murmelt etwas)

 

Nill: Was meinen Sie, Philipp?

Philipp: …

David: …

 

Nill: Das hat auch gar niemand behauptet?

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Das sagten Sie schon.

David: …

 

Nill: Ich glaube, man hat die Idee verstanden.

David: …

Philipp: …

 

Nill: Wir werden sehen…

Beide Degen-Brüder reden wieder durcheinander.
Fotograf Scherrer lacht.

 

Weiterentwicklung in Richtung Unternehmer?

Nill: Sie beide sind 29. Eigentlich Profifussballer, doch langsam scheinen Sie sich weiterzuentwickeln in Richtung Unternehmer. Profitieren Sie davon, dass Sie immer im Doppel auftreten können?

Philipp: …

 

Nill: Sie werden nicht ein Leben lang als Fussballprofi arbeiten können.

Philipp: …

 

Nill: Sind Sie denn weit vorausschauend?

Philipp: …

 

Nill: David, sind Sie schon auf dem Sprung zum Unternehmer?

David: …

 

Nill: Haben Sie sich konkret weitergebildet in diese Richtung?

David: …

Philipp: (möchte etwas sagen) …

David: (redet weiter) …

Philipp: (möchte etwas sagen) …

David: (redet weiter) …

Philipp: (möchte etwas sagen) …

David: (redet weiter) …

Philipp trinkt einen Schluck Cola.
Fotograf Scherrer lacht.

 

Das Zwillings-Label

Nill: Sie beide bauen mit Ihrem Namen Degen einen Brand auf, nun auch jenseits des Fussballplatzes. Dieser Brand hat nur einen Haken: Er funktioniert nur mit beiden Degen-Zwillingen. Sie sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.

Philipp: …

David: …

 

Nill: Was jetzt? Ja oder nein?

Philipp: …

David: (unterbricht ihn) …

 

Nill (zu David): Sie meinen, dass «David Degen» auch allein als Brand funktionieren würde?

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Wie bitte?

David: …

 

Nill: Danke.

David: …

 

Nill: Das heisst, Sie möchten nicht mit Philipp verglichen werden?

David: …

Philipp: (möchte etwas sagen) …

David: (redet weiter) …

Philipp: …

David: ...

 

Nill: Die Frage ging eher in eine…

Philipp: (unterbricht) …

David: (unterbricht Philipp) …

Philipp: …

 

Nill: Eigentlich wollte ich sagen…

Philipp: (unterbricht) …

David: (unterbricht Philipp) …

Fotograf Scherrer lacht. 

 

Rückkehr in Mamas Schoss?

Nill: Gut, lassen Sie uns etwas über Fussball reden.

David: …

 

Nill: Aber nur kurz. Es soll kein Fussballergespräch werden.

Philipp: …

 

Nill: Nein. Sie sind auf die aktuelle Fussballmeisterschaft 2012/13 zurück zum FC Basel gekehrt. Ist das auch eine Rückkehr in Mamas Schoss?

Philipp: …

David: (unterbricht Philipp) …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

Philipp: …

David: …

 

Nill (zu Philipp Degen): Ihr Bruder ist schon ziemlich dominant, nicht wahr?

Philipp: …

David: …

 

Nill (zu David Degen): Jetzt sprechen schon wieder Sie… (lacht) Ich wollte eigentlich von Philipp eine Antwort.

David: …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

 

Nill (zu Philipp Degen): Wo haben Sie denn eher den Lead?

Philipp: …

 

Wie die Gesellschaft funktioniert

Nill: Zurück zu Ihrer Rückkehr zum FC Basel. Diese wurde in einigen Internet-Foren nicht nur positiv kommentiert. In diversen Online-Kommentaren wurden Ihre Charaktere infrage gestellt. Da hiess es beispielsweise, die Degens seien «Hitzköpfe», seien «ständig am Meckern», würden «Revanche-Fouls begehen» und so fort. Ich zitiere aus diesen Foren.

David (zu Philipp): …

Philipp (zu David): …

David: …

 

Nill: Was meinen Sie damit, dass die Gesellschaft halt so funktioniert?

David: …

 

Nill: Sie denken, die Leute, die in diesen Foren ihre Kommentare veröffentlichen, sind eher diejenigen, die immer etwas zu bemängeln haben?

David: …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

 

Nill: Sie empfinden es so, dass die Berichterstattung über Sie negativ ist?

David. …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

 

Nill (zu Philipp Degen): Nicht ich behaupte, Sie seien «Hitzköpfe». Das steht teilweise in diesen Internet-Foren, aus denen ich zitiert habe.

David: …

Philipp: …

 

Hochstehende Fragen

Nill (zu David Degen): Was ist denn das wichtigste, das Sie über sich herausgefunden haben?

David: …

 

Nill: Tauschen Sie sich gegenseitig auch oft aus?

Philipp: …

 

Nill (zu Philipp Degen): Haben Sie nie den Gedanken gehabt, Ihr Zwillingsbruder David stehe Ihnen im Licht?

Philipp: …

 

Nill: Sie auch nicht, David?

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

 

Nill: Danke für das Kompliment.

David: ….

 

Nill: Natürlich schreibe ich das ebenfalls auf. Ist ja sogar ein Kompliment.

Fotograf Scherrer lacht.

Philipp: …

David: …

 

Nill: Klar dürfen Sie den Text gegenlesen. Aber die Regel geht so: Gesagt ist gesagt!

Philipp: …

David: …

 

Nill: Ich interpretiere nicht, ich zeichne auf. Und ich höre zu und stelle Fragen. Nicht, dass Sie dann alles wieder rausstreichen, was spannend ist.

David: …

 

Nill: Ja, wir warten noch darauf.

David: …

 

Der absolute Profi, der weiss, was er sagen muss.

Nill: Abschliessend stelle ich Ihnen noch einige wenige Fragen, die uns Bekannte zu stellen baten.

David: …

 

Nill: Also, folgende Frage bat man uns, Ihnen zu stellen. Die Verantwortung trage nicht ich…

Philipp: … (lacht)

David: … (lacht ebenfalls)

 

Nill: Jemand möchte wissen, wie viele Fussballer eigentlich schwul sind.

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Das war auch nicht die Frage. Rund 10 Prozent der Bevölkerung sollen homosexuell sein. Also müssten auch entsprechend viele Fussballer schwul sein.

David: …

Philipp: …

 

Nill: Ist das ein Tabu-Thema?

David: …

Philipp: …

David: …

Philipp: …

David: (beendet den Satz für Philipp) …

 

Nill: Was, wenn sich ein Fussballer outen würde?

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Würden Sie dann eine Badehose anziehen beim gemeinschaftlichen Duschen nach dem Training?

David: …

Philipp: …

David: …

 

Wer hatte zuerst Sex?

Nill: Ok, Sie kennen also keine schwulen Fussballer. Nächste Frage, die wir Ihnen stellen sollen: Wer ist älter?

David: …

 

Nill: Wer hat zuerst ein Mädchen geküsst?

David: …

Philipp: …

David: …

 

Nill: Da sprechen Sie wirklich nicht darüber? Dann wird die nächste Frage schwierig: Wer hatte zuerst Sex?

Fotograf Scherrer lacht.

David: …

Philipp: …

 

Nill: Quatsch. Das vergisst man nie.

David: … (lacht)

Philipp: … (lacht ebenfalls)

 

Nill: Also, wer zuerst?

David: … (lacht)

 

Nill: Gabs schon Streit wegen derselben Frau?

David: …

 

Nill: Schon lange her?

Philipp: …

 

Nill: Das heisst, Sie waren hinter derselben Frau her?

David: …

 

Nill: Doof.

Philipp: …

David (zu Philipp): …

Philipp: …

David (zu Philipp): …

Philipp: (wiederholt seine Aussage) …

David: …

 

Nill: Hatten Sie schon mal etwas mit Zwillingsschwestern?

David und Philipp Degen: (gleichzeitig) …

 

Nill: Wäre das was?

David: … (lacht)

Philipp: …

David: …

Philipp: …

 

© www.bar-storys.ch, August 2012

 

Wissenswertes über die Degen-Zwillinge

 

  • Geboren am 15.2.1983, Hölstein BL; David kam eine halbe Stunde vor Philipp zur Welt.
  • David und Philipp Degen wohnen zusammen.
  • Philipp Degen ist rechter Aussenverteidiger.
  • David Degen spielt im rechten Mittelfeld; er kann auch als hängende Sturmspitze spielen.
  • Beide Degens spielten im Schweizer Nationalkader.
  • Mit dem FCB wurde David 3x Schweizer Meister: 2004, 2005 und 2008 sowie Cupsieger 2008
  • Philipp Degen spielte zuletzt bei Liverpool.
  • David war zuletzt bei den Young Boys, zuvor bei Borussia Mönchengladbach.
  • Bei Borussia Mönchengladbach wurde David 2007 zu den Amateuren verbannt, der damalige Trainer Jos Luhukay sagte über David, «solch einen Charakter könne er nicht dulden.».
  • In der Saison 2012/13 spielen die Degen-Zwillinge wieder beim FC Basel
  • Erstmals seit 2005 spielen die Degens wieder für denselben Klub.
  • Die Degen-Zwillinge sind u.a. Aktionäre bei der Profitier-Plattform Cresqo.

 

 

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4 Comments

  1. Sarah U.

    Köstlich … auch ohne die Antworten der Degen’s irgendwie amüsant zu lesen *g* Aber was die da so erzählt haben würde mich dann doch wunder nehmen…

  2. Tom

    Also was ich hier so rauslese,scheinen mir die zwei doch noch sehr unreif zu sein,wäre gut im Leben mal getrennte Wege zu gehen.
    Ein Mediencoaching wäre auch nicht schlecht.

  3. Remy

    Warum steht nirgends zu lesen, dass die Degens bereits einmal Konkurs mit dem Selben Geschäftsmodell gemacht haben?
    Das ROI in Wollishofen…
    http://www.bernerzeitung.ch/region/Fein-essen-und-gratis-shoppen/story/23880250

  4. Ned B.

    Endlich ein Interview, das definitiv nicht gekünstelt ist! Bravo! Auch ohne die Antworten, lässt sich genug herauslesen… So wird einem nur klarer, dass all die anderen bisher gelesenen Sportler-Interviews nur “orchestrierte”, geschliffene PR-Strategie-Winkelzüge waren. So bekommt auch ein vor ein paar Wochen in einer grossen Tageszeitung gelesenes ganzseitiges Interview über den Extrembergsteiger Ueli Steck eine ganz neue Bedeutung. Denn scheinbar nur beiläufig erwähnt er, dass das Beste/Bewährteste beim Bergsteigen in Extremhöhen *oca*ola sei…

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