Der Deutsche Börse Photography Prize 2012
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Einer der renommiertesten Preise der internationalen KunstszeneSeit Mitte Julie 2012 präsentieren die vier nominierten Fotokünstler für den «Deutsche Börse Photography Prize 2012» ihre Werke in der Galerie The Photographers in London. Ab September folgen Ausstellungen in Frankfurt und Berlin. Der Gewinner wird am 3. September 2012 in London bekannt gegeben, der Preis beträgt 30’000 britische Pfund. Gestiftet wird der Preis von der Deutschen Börse. Die Künstler sind: Pieter Hugo (Südafrika), Rinko Kawauchi (Japan), John Stezaker (Grossbritannien) und Christopher Williams (USA). Die diesjährige Auswahl präsentiert eine grosse Vielfältigkeit sowohl der fotografischen Themen wie auch der handwerklichen Umsetzung. Die Bandbreite reicht von Dokumentar-Fotografie über Alltagssituationen bis zu Neuinszenierungen gefundener Bilder und deren Re-Kontextualisierung. Für den «Deutsche Börse Photography Prize» können sich Fotografinnen und Fotografen aus der ganzen Welt bewerben, die mit ihrer Arbeit einen signifikanten Beitrag zur europäischen Fotokunst beigetragen haben.
Drei Fotografen und eine Fotografin in der EndauswahlPieter Hugo wurde 1976 in Südafrika geboren und ist für seine Publikation «Permanent Error» nominiert (publiziert von Prestel, Deutschland 2011). Seine Arbeit fokussiert Menschen in einem Aussenbezirk von Accra, Ghanas Hauptstadt, die auf einer riesigen Technologie-Mülldeponie Industriemüll verwerten, um zu überleben. Hugo’s Bilder dieses trostlosen Gebietes spiegeln die westliche Wegwerfmentalität. Ganz anders der Ansatz der japanischen Fotografin Rinko Kawauchi (40). Sie ist nominiert für ihre Publikation «Illuminance» (herausgegeben von Editions Xavier Barral, Frankreich 2011). Darin geht es um Kawauchis Fähigkeit, Alltäglich-Banales in etwas Ausserordentliches, Poetisches zu transformieren. Ihre sorgfältig gestalteten Bilder rufen traumhafte Momente wach, in denen Erinnerungen und Vergänglichkeit ineinander übergehen.
Collagen stehen im Zentrum von John Stezakers Fotografien im Zentrum. Der 1949 geborene Engländer wurde für seine Ausstellung in der Galerie Whitechapel nominiert. Stezakers Collagen bearbeiten die facettenreiche Beziehung zwischen modernen Menschen und Bildern. Durch das Nebeneinanderstellen von gefundenen Fotografien, Illustrationen und Schnappschüssen aus Büchern überträgt der Engländer den originalen, ursprünglichen Content in eine neue Bedeutsamkeit. Der vierte im Bunde, der US-Amerikaner Christopher Williams, geboren 1956, wurde aufgrund seiner Ausstellung «Kapitalistischer Realismus» für den Preis vorgeschlagen. Williams der gleichwohl konzeptioneller Künstler wie Fotograf ist, produziert seit 40 Jahren Stillleben von technischen Geräten und Produkten. In seiner Arbeit hinterfragt er kontinuierlich die Welt der Werbung und damit unser Verständnis von Realität, wie sie in Fotografien reflektiert wird.
Über die Preisstifterin Deutsche BörseDie Deutsche Börse gehört zu den führenden internationalen Börsenorganisationen. Die Gruppe nennt eine umfangreiche Kollektion kontemporärer Fotografie ihr eigen. Der «Photography Prize» wurde 1996 von der Photographer’s Gallery gegründet und zählt zu den prestigeträchtigsten internationalen Kunstpreisen. Seit 2005 arbeitet die Photographer’s Gallery mit der Deutsche-Börse-Gruppe zusammen. Vergangene Preisträger sind Jim Goldberg, Paul Graham, Jürgen Teller, Rineke Dijkstra und Richard Billingham. (chn)
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